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Warum viele COAs wenig beweisen

Eintrag 01

Warum viele COAs wenig beweisen

Fast jeder Anbieter schreibt „geprüft". Kaum einer zeigt, was das eigentlich bedeutet.

Ein Analysezertifikat – kurz COA – ist kein Gütesiegel, das man sich einfach selbst verleiht. Seine Aussagekraft hängt davon ab, was tatsächlich untersucht wurde und ob sich die Ergebnisse nachvollziehen lassen.

Entscheidend ist nicht das Wort „geprüft". Entscheidend sind die Daten dahinter.

Wir haben uns zahlreiche COAs aus der Branche genauer angesehen. Das Ergebnis ist ernüchternd: Viele dieser Dokumente werfen bei näherer Betrachtung mehr Fragen auf, als sie beantworten.

Was ein aussagekräftiges COA zeigen sollte

Im Kern geht es um zwei unterschiedliche Fragen.

Ist tatsächlich die angegebene Substanz enthalten? Darüber kann eine massenspektrometrische Analyse Aufschluss geben. Sie dient dazu, die Identität des untersuchten Moleküls zu überprüfen.

Wie hoch ist der Anteil der Zielsubstanz? Eine HPLC-Analyse zeigt, wie sich die untersuchte Probe unter den verwendeten Messbedingungen zusammensetzt und welche weiteren Signale erkennbar sind.

Erst beide Untersuchungen zusammen ergeben ein belastbares Gesamtbild.

Nennt ein Dokument lediglich einen hohen Reinheitswert, zeigt aber weder Chromatogramm noch Massenspektrum oder eine nachvollziehbare Chargenzuordnung, lässt sich die Angabe kaum unabhängig beurteilen.

Die Zahl steht dann allein. Ohne die Daten, die sie belegen und einordnen.

Klingt selbstverständlich? Ist es nicht. Genau an diesem Punkt wird häufig abgekürzt.

Woran man wenig aussagekräftige COAs erkennt

Identische Chargennummern bei unterschiedlichen Produkten. Reinheitsangaben ohne erkennbare Messdaten. Ein Prüflabor, zu dem sich keine nachvollziehbaren Informationen finden lassen. Oder ein PDF, das auf den ersten Blick offiziell wirkt, bei genauerem Hinsehen aber kaum überprüfbare Angaben enthält.

Das bedeutet nicht automatisch, dass ein solches Dokument falsch ist. Es bedeutet jedoch, dass seine Aussagekraft begrenzt bleibt.

Wir sprechen darüber nicht, um andere Anbieter schlechtzumachen. Wir sprechen darüber, weil wir einen anderen Anspruch an Transparenz haben.

Für unsere Produkte liegen chargenspezifische Prüfberichte vor. Diese veröffentlichen wir mit den vorhandenen Chromatogrammen, Massenspektren und den tatsächlich dokumentierten Messergebnissen.

Herstellerangaben und externe Lieferantenreferenzen können aus Gründen der Diskretion unkenntlich gemacht werden. Die Untersuchungsergebnisse und die für ihre Einordnung relevanten Messdaten bleiben vollständig sichtbar.

Was wir schützen, sind vertrauliche Geschäftsbeziehungen. Was wir nicht verbergen, ist das Ergebnis.

Eine Zahl allein reicht nicht

99 Prozent Reinheit klingt beeindruckend. Ohne Methodik, Messdaten und nachvollziehbare Chargenzuordnung bleibt diese Zahl jedoch schwer überprüfbar.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur, wie hoch ein Wert ist. Entscheidend ist, wie er ermittelt wurde und ob sich das Ergebnis nachvollziehen lässt.

Deshalb setzen wir auf chargenspezifische Prüfberichte statt pauschaler Aussagen. Deshalb veröffentlichen wir die vorhandenen Messdaten. Und deshalb kannst du dir die Ergebnisse selbst ansehen, anstatt dich allein auf unser Wort verlassen zu müssen.

Vertrauen ist kein Claim. Es ist das, was übrig bleibt, wenn man genau hinschaut – und trotzdem überzeugt ist.

Die bunten Wilden sind nichts für Anfänger. Auch beim Lesen von Laborberichten nicht.